Kreditkarte, EC-Karte, bargeldlos die Taxifahrt begleichen. Von vielen Taxiunternehmen bereits heutzutage angeboten und von immer mehr Taxi-Kunden genutzt. In seiner gestrigen Sitzung beschloss nun der Senat von Berlin eine neue Verordnung auf den Weg zu bringen, die die Akzeptanz von Kreditkarten im Taxi vorschreibt. In Zukunft muss es in jedem Taxi in Berlin möglich sein mit mindestens drei verschiedenen im „Geschäftszahlungsverkehr üblichen Karten“ bezahlen zu können. Der Kunde muss sich allerdings durch Vorlage eines“amtliches Dokuments“ legitimieren können. Dieses sehen bereits jetzt schon die meisten AGB der Kreditinstitute vor wenn man seine Karte erhält.
Was in der heutigen Zeit eigentlich selbstverständlich in der Dienstleistung sein sollte, wird nun gesetzlich geregelt. Für den Fahrgast wird das Taxi fahren nun bequemer werden. Für die Taxiunternehmen sollten sich die Kosten für Anschaffung und Bereithaltung der Kartenleser im überschaubaren Rahmen halten. Ein weiterer Vorteil für das Taxigewerbe wird die Bekämpfung der Schwarzarbeit sein. Durch die Kreditkartenbelege lassen sich künftig die Einsatzzeiten eines Taxis leichter nachvollziehen. Die Verordnung tritt drei Monate nach Veröffentlichung in Kraft und lässt damit den Taxibetrieben ausreichend Zeit um sich mit den notwendigen Geräten auszustatten. Man darf gespannt sein wie Ordnungswidrigkeiten geregelt sind und ob die Behörden bei Verstößen ausreichend Kapazitäten frei haben um diesen nachgehen zu können.


Wann braucht man eigentlich ein Taxi? Wenn es schnell gehen soll, wenn man sich nicht auskennt, wenn man viel Gepäck hat oder der letzte Nachtbus weg ist. Und so kann der Ruf „Hallo, Taxi!“ zum Ausgangspunkt einer komischen, tragischen, dramatischen oder absurden Fahrt werden. Vor allem im Großstadtdschungel Berlins. Denn die Berliner Taxifahrer sind eine Spezies für sich. Sie können einstecken, aber auch austeilen – insbesondere gute Ratschläge. Helfen ist ihnen ein Bedürfnis. Zuhören auch. Taxifahrer ist für sie nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Denn mit jedem Fahrgast sitzt ein vielschichtiges Leben im Fond, das nicht nur von A nach B kutschiert werden will, sondern manchmal auch eine neue Richtung wünscht, philosophische Lebensweisheiten oder gar praktische Geburtshilfe. Was die Chauffeure und Fahrgäste auf ihren Touren durch die Hauptstadt erleben, erzählen die zehn Siegergeschichten des Kurzgeschichtenwettbewerbs der Berliner Woche und des Spandauer Volksblatts in diesem Buch.